1. Allgemeines zum 9-Euro-Ticket

Die Bundesregierung hat im Rahmen des 2. Entlastungspaketes für gestiegene Energiekosten ein preislich attraktives persönliches Monatsticket zum Preis von 9 Euro je Monat für die Nutzung der Verkehrsmittel des Öffentlichen Personennahverkehrs für den Zeitraum von drei Monaten beschlossen. Das 9-Euro-Ticket ist eine einmalige Sonderaktion und wird mit erheblichen Bundesmitteln finanziert. Die Bundesländer und kommunalen Aufgabenträger, die Verkehrsverbünde und die Verkehrsunternehmen sorgen gemeinsam für die Umsetzung dieses Mobilitätsangebots.

Die Aktion „9-Euro-Ticket“ hat eine Dauer von drei Kalendermonaten und beginnt am 1. Juni 2022. Sie endet am 31. August 2022.

Das Aktionsticket kostet 9 Euro pro Monat. Innerhalb des Aktionszeitraums von drei Monaten kann es für jeden Monat als Fahrtberechtigung für alle Verkehrsmittel des öffentlichen Personennahverkehrs gekauft werden. Das Ticket kostet also 9 Euro für Juni, 9 Euro für Juli und 9 Euro für August.

Das 9-Euro-Ticket gilt immer für einen Kalendermonat (also z. B. vom 1. Juni bis 30. Juni 2022). Gleitende Zeiträume sind nicht vorgesehen. Der Einstieg bzw. Kauf ist in diesem Zeitraum jederzeit möglich. Bsp.: Wer sich am 8. Juni ein 9-Euro-Ticket kauft, kann damit den restlichen Juni fahren. Ab 1. Juli muss bei Bedarf ein neues Ticket gekauft werden.

Das 9-Euro-Ticket kann von allen Nutzerinnen und Nutzern erworben werden. Kinder unter 6 Jahren fahren kostenlos. Abonnent*innen informieren sich unter Punkt 4.

Kinder unter 6 Jahren fahren kostenlos. Kinder ab 6 Jahren zahlen wie alle Nutzer des 9-Euro-Tickets 9 Euro pro Kalendermonat. Es gibt bei diesem Sonderangebot kein extra Kinderticket.

Nein, das Aktionsticket kostet 9 Euro im Monat. Weitere Ermäßigungen können aufgrund des subventionierten Kaufpreises nicht gewährt werden. Das betrifft auch die BahnCar

2. Gültigkeit des 9-Euro-Ticket

Das Ticket gilt für den Nahverkehr in ganz Deutschland. Mit dem 9-Euro-Ticket kann man alle U-Bahnen, S-Bahnen, Straßenbahnen, Linienbusse und z.T. Fähren nutzen. Es gilt außerdem im Schienenpersonennahverkehr (Regionalbahn, Regionalexpress), nicht jedoch im Fernverkehr der Deutschen Bahn (z.B. InterCity, ICE, EC) oder anderer Bahnen/Fernbusbetreiber (z.B. FlixTrain / FlixBus).

Das 9-Euro-Ticket ist deutschlandweit gültig. Daher gilt es auch für den gemeinsamen Verbundraum der Länder Berlin und Brandenburg, also für das VBB-Gesamtnetz für alle Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln der im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg zusammenwirkenden Verkehrsunternehmen.

Ihre Fahrtberechtigung ist im Aktionszeitraum jeweils vom Monatsersten (00:00 Uhr) bis zum Monatsletzten (23:59 Uhr) gültig – rund um die Uhr, einen ganzen Monat!

Nein, das Aktionsticket gibt es nicht gleitend. Es kann bspw. nicht für den Zeitraum vom 13. Juli bis 12. August erworben werden. Das Ticket gibt es nur monatsscharf für einen Kalendermonat.

Ja, das 9-Euro-Ticket ist personengebunden, gilt nur, wenn Vor- und Zuname des Reisenden eingetragen sind und ist nicht übertragbar. Abonnent*innen informieren sich unter Punkt 4.

Das 9-Euro-Ticket gilt nur für die Person, für die es ausgestellt wurde. Es können Kinder unter sechs Jahren, ein Kinderwagen und Gepäck kostenfrei mitgenommen werden. Weitere Personen, Hunde oder Fahrräder können auf diesem Ticket nicht kostenfrei mitgenommen werden. Abonnenten informieren sich unter Punkt 4.

Für die Fahrt im VBB mit dem Fahrrad benötigen Sie zusätzlich einen Fahrausweis Fahrrad gemäß VBB-Tarif, Anlage 4, Tabelle 3. Für die tariflichen Regelungen zur Fahrradmitnahme bei Fahrten in anderen Nahverkehrsräumen informieren Sie sich bitte bei den Verkehrsverbünden und Unternehmen vor Ort.

Das 9-Euro-Ticket gilt nur in der 2. Wagenklasse. Die Nutzung von Übergangsfahrausweisen in die 1. Wagenklasse ist grundsätzlich nicht gestattet.

Ja, ausnahmsweise ist die Benutzung von Übergangsfahrausweisen als Jahreskarte für die 1. Wagenklasse in Kombination mit dem 9-Euro-Ticket möglich. Dies gilt auch für Fahrgäste mit bereits bestehendem VBB-Abonnement. Die Nutzung ist auf das VBB-Gebiet beschränkt.

Das 9-Euro-Ticket gilt generell nicht im Fernverkehr (beispielsweise ICE, IC, EC).

Nein, für Fahrten ab Verbundraumgrenze in die Republik Polen gilt das 9-Euro-Ticket nicht. Für die Fahrt in die Republik Polen muss ein Fahrausweis des regulären Tarifs erworben werden.

3. Erwerbsmöglichkeit des 9-Euro-Tickets

Sie erhalten das 9-Euro-Ticket im Kundenzentrum der SVF sowie an den mobilen Fahrausweisautomaten in den Fahrzeugen der SVF.

Das 9-Euro-Ticket in Papierform ist nur gültig, wenn der Vor- und Zuname des Reisenden eingetragen ist.

Ab dem 21.05.2022 kann in jedem Bus und in jeder Straßenbahn das 9-Euro-Ticket erworben werden. Im Kundenzentrum der SVF beginnt der Verkauf am Montag, den 23.05.2022.

Die 9-Euro-Tickets werden für jeden Monat einzeln verkauft. Bei einem Kauf über den gesamten Zeitraum von drei Monaten sind drei einzelne 9-Euro-Tickets à 9 Euro (= 27 Euro) zu erwerben, auf denen der jeweilige Gültigkeitsmonat aufgedruckt ist.

Das 9-Euro-Ticket ist eine Monatskarte und endet automatisch.

Nein, eine Stornierung oder ein Umtausch des 9-Euro-Ticket ist ausgeschlossen.

Ja. Anstelle Ihres Tickets können Nutzer*innen eines Mobilitätsticket Brandenburg im Aktionszeitraum das 9-Euro-Ticket erwerben. Bitte lesen Sie hierzu Punkt 5.

4. Regelungen für Abonnements im Aktionszeitraum

Grundsätzlich partizipieren Inhaber*innen von VBB-Abonnements an der Aktion „9-Euro-Ticket“. Dazu zählen Inhabende von

  • Abonnements VBB-Umweltkarten mit monatlicher und jährlicher Abbuchung
  • Abonnements Ausbildung und Schüler (inklusive Schülerticket Potsdam) mit monatlicher und jährlicher Abbuchung gemäß VBB-Tarif Anlage 4 Tabellen 1.2.1 und 1.2.2
  • Schüler-Fahrausweisen im Land Brandenburg
  • VBB-Abo Azubi mit monatlicher und jährlicher Abbuchung
  • Abonnements 8-/9-/10-Uhr-Karten mit monatlicher und jährlicher Abbuchung
  • VBB-Abo 65plus mit monatlicher und jährlicher Abbuchung
  • VBB-Abo 65vorOrt
  • VBB-Firmentickets mit monatlicher und jährlicher Abbuchung

Diese Kund*innen müssen für die Teilnahme an der Aktion nichts weiter unternehmen. Die Reduzierung des Fahrpreises auf 9 Euro für die Monate Juni, Juli und August und die damit verbundene Erstattung bzw. Verrechnung erfolgt automatisch durch das jeweilige vertragshaltende Verkehrsunternehmen. Die VBB-fahrCard gilt als Fahrtberechtigung und wird deutschlandweit anerkannt.
Bitte beachten Sie: Die tariflichen Regelungen zu Übertragbarkeit und Mitnahme gelten weiterhin innerhalb des festgelegten räumlichen Geltungsbereichs des VBB-Abonnements.
Inhaber*innen von Semestertickets können ebenfalls an der Aktion „9-Euro-Ticket“ teilnehmen. Regelungen zur Reduzierung auf 9 Euro befinden sich in Abstimmung. Nähere Informationen sind in Kürze bei den jeweiligen Hochschulverwaltungen erhältlich.

Ja, alle VBB-Abonnent*innen bezahlen – wenn Sie im Aktionszeitraum ein gültiges Abonnement besitzen – innerhalb der drei Monate ebenfalls 9 Euro pro Monat. Inhaber*innen von VBB-Jahreskarten (Barverkauf) oder dem Mobilitätsticket Brandenburg informieren sich unter Punkt 5.

Als VBB-Abo-Kund*in müssen Sie nichts weiter unternehmen. Sie behalten ihren bestehenden Vertrag. Die Abbuchung bei monatlicher Zahlweise wird für drei Monate reduziert. Abonnent*innen mit jährlicher Zahlweise erhalten im September eine Gutschrift.

Der Gültigkeitsbereich wird auf das Bundesgebiet ausgeweitet. Sie können mit Ihrem VBB-Abonnement deutschlandweit im Nahverkehr fahren.

Die Mitnahmeregelungen bleiben auf den räumlichen Gültigkeitsbereich Ihres VBB-Abonnements begrenzt. Das heißt, dass es eine erweiterte Mitnahme weder verbundweit noch deutschlandweit gibt.

Nein, die Mitnahmeregelungen gelten nicht deutschlandweit, sondern nur im räumlichen Geltungsbereichs Ihres Abos (z.B. Berlin ABC).

Nein. Ist Ihr Abonnement im Aktionszeitraum gültig, entfallen die Sperrzeiten. Sie können mit Ihrem Abonnement der 8-/ 9- /10-Uhr-Karte an allen Gültigkeitstagen Ihres Abonnements im Aktionszeitraum rund um die Uhr im Nahverkehr fahren.

Das 9-Euro-Ticket gilt generell nicht im Fernverkehr (beispielsweise ICE, IC, EC).

Sie schließen Ihr Abonnement mit einer festen Mindestvertragslaufzeit von 12 Monaten ab. Bei Abschluss eines Abonnements werden diejenigen Monate, die in den Aktionszeitraum fallen, reduziert. Es gelten die tariflichen Bestimmungen des VBB-Tarifs, Anlage 5.

Wenn Ihr VBB-Abo während des Aktionszeitraums abläuft, verlängert es sich anschließend auf unbestimmte Zeit, wenn es nicht gekündigt wird. Es gelten die tariflichen Bestimmungen des VBB-Tarifs, Anlage 5.

Nein, die vereinbarte Vertragslaufzeit Ihres Abonnements bleibt bestehen.

Die VBB-fahrCard gilt als Fahrtberechtigung und wird deutschlandweit anerkannt.

Wenn der Schüler-Fahrausweis in den Schulsommerferien der Länder Berlin und Brandenburg (7.Juli 2022 bis 20.August 2022) gültig ist, kann dieser für Fahrten im ÖPNV im Bundesgebiet genutzt werden. Ansonsten ist die Nutzung der Schüler-Fahrausweise in den Schulsommerferien für Fahrten mit dem ÖPNV nicht gestattet.

Haben vertragshaltendes Verkehrsunternehmen und Arbeitgeber den Einzug der Firmenticketkosten von den Privatkonten der teilnehmenden Arbeitnehmenden vereinbart, wird der Betrag reduziert. Die Anrechnung erfolgt nach den abrechnungstechnischen Möglichkeiten des jeweiligen Verkehrsunternehmens.

Legt das vertragshaltende Verkehrsunternehmen gegenüber dem Arbeitgeber eine Rechnung über den Gesamtbetrag aller VBB-Firmentickets, so ist in dieser Rechnung der Aktionszeitraum berücksichtigt und der Betrag reduziert. Der Arbeitgeber gibt den Vorteil an die Arbeitnehmenden weiter.

5. Umtausch und Erstattung von VBB-Fahrausweisen

Fahrausweise mit aufgedrucktem Gültigkeitsdatum werden nur gegen Rückgabe vor dem 1. Geltungstag umgetauscht bzw. erstattet.

Teilweise genutzte Fahrausweise sind vom Umtausch und Erstattung ausgeschlossen. Bitte beachten Sie, dass bspw. für eine gleitende Monatskarte mit Gültigkeit vom 10. Mai bis zum 9. Juni für die Junitage keine Teilerstattung möglich ist.
Entwertungsbedürftige Tickets ohne konkreten Gültigkeitszeitraum müssen nicht umgetauscht werden, sie können nach dem Aktionszeitraum weiter genutzt werden.

Ihre Ansprüche können Sie beim ausgebenden bzw. vertragshaltenden Verkehrsunternehmen geltend machen. Sie erkennen dies am Logo/Aufdruck des Verkehrsunternehmens auf dem VBB-Fahrausweis.

Als VBB-Abo-Kund*in müssen Sie nichts weiter unternehmen. Sie behalten ihren bestehenden Vertrag. Die Abbuchung bei monatlicher Zahlweise wird für drei Monate reduziert. Abonnent*innen mit jährlicher Zahlweise erhalten im September eine Gutschrift.

Ihr Wertabschnitt zur Jahreskarte** muss nicht umgetauscht werden und gilt deutschlandweit als persönlicher Fahrschein der 2. Klasse ohne erweiterte Regelungen. Bewahren Sie die Wertabschnitte bis nach dem Ende des Aktionszeitraumes auf. Beim ausgebenden Verkehrsunternehmen Ihrer Jahreskarte können Sie einen Erstattungsantrag stellen und erhalten nachträglich gegen Abgabe der Wertabschnitte eine Rückzahlung. Bitte beachten Sie: Die tariflichen Regelungen zu Übertragbarkeit und Mitnahme gelten weiterhin innerhalb des festgelegten räumlichen Geltungsbereichs der VBB-Jahreskarte.

Nicht genutzte Mobilitätstickets Brandenburg können vor dem ersten Gültigkeitstag zurückgegeben werden. Teilweise nicht genutzte Mobilitätstickets Brandenburg und Berlin Tickets S können nicht zurückgegeben, umgetauscht oder teilerstattet werden.

Das gilt insbesondere für gleitend gekaufte Mobilitätstickets Brandenburg, deren Gültigkeit bis in den Aktionszeitraum hineinreichen. Anteilige Fahrpreise für nicht genutzte Gültigkeitstage z.B. des Monats Juni 2022 werden nicht erstattet. Deshalb ist die individuelle Prüfung vor dem Kauf besonders wichtig.

Studierende haben bereits mit ihrer Rückmeldung zum Semester die Semestertickets bezahlt. Für den Aktionszeitraum sind Regelungen zur Rückerstattung in Abstimmung. Nähere Informationen sind in Kürze bei den jeweiligen Hochschulverwaltungen erhältlich.

Für den Aktionszeitraum sind die Regelungen zur Rückerstattung in Abstimmung. Nähere Informationen sind in Kürze erhältlich.

Haben vertragshaltendes Verkehrsunternehmen und Arbeitgeber den Einzug der Firmenticketkosten von den Privatkonten der teilnehmenden Arbeitnehmenden vereinbart, wird der Betrag reduziert. Die Anrechnung erfolgt nach den abrechnungstechnischen Möglichkeiten des jeweiligen Verkehrsunternehmens.

Legt das vertragshaltende Verkehrsunternehmen gegenüber dem Arbeitgeber eine Rechnung über den Gesamtbetrag aller VBB-Firmentickets, so ist in dieser Rechnung der Aktionszeitraum berücksichtigt und der Betrag reduziert. Der Arbeitgeber gibt den Vorteil an die Arbeitnehmenden weiter.

Das Aktionsticket ist deutlich ermäßigt und es sind keine Erstattungsregelungen für Zugverspätungen und Zugausfällen vorgesehen.